Vertrieb, Kundenservice und Operations möchten KI nutzen, doch nur ein Teil der Mitarbeitenden arbeitet regelmäßig damit – und die Vorkenntnisse reichen von ersten Versuchen bis zur täglichen Anwendung. Für die Personalentwicklung stellt sich damit nicht nur die Frage, wer teilnimmt, sondern auch, welche Aufgaben ein gemeinsamer Workshop sinnvoll abdecken kann. Eine KI-Schulung für Unternehmen sollte deshalb nicht pauschal nach Abteilungen eingekauft werden: Eine gemeinsame Grundlage kann für viele sinnvoll sein, praktische Vertiefung gehört zu den Rollen mit konkreten Anwendungsfällen. Dieser Leitfaden zeigt, wie Sie den Teilnehmerkreis, die Lernziele und den passenden Workshopumfang festlegen.
Schritt 1: Teilnahme nach Aufgaben statt nach Organigramm festlegen
Beginnen Sie mit den tatsächlichen Aufgaben: Wer erstellt regelmäßig Entwürfe, fasst Informationen zusammen oder bereitet wiederkehrende Anfragen vor? Wer muss Ergebnisse prüfen oder den Einsatz im Team freigeben? Für solche Rollen lohnt sich praktische Übung. Mitarbeitende ohne absehbare Anwendung benötigen dagegen nicht automatisch denselben Umfang. Sammeln Sie zunächst geeignete Aufgaben; die Übersicht zu KI-Anwendungsfällen kann dabei als Gesprächsanstoß dienen, ersetzt aber nicht die Prüfung Ihrer eigenen Arbeitsabläufe.

Im Beispiel eines mittelständischen Unternehmens ist die folgende Aufteilung eine Annahme, kein Kundenfall: Der Vertrieb möchte Gesprächsnotizen für die Nachbereitung strukturieren, der Kundenservice Antwortentwürfe vorbereiten und Operations interne Übergaben zusammenfassen. Die Aufgaben unterscheiden sich in Material, Prüfschritten und Verantwortlichkeiten. Auch innerhalb eines Teams kann der Bedarf auseinandergehen.
- Gemeinsame Grundlage: Wenn viele Mitarbeitende KI gelegentlich nutzen sollen, können sie dieselben internen Regeln, Grenzen und Kriterien zur Prüfung von Ergebnissen kennenlernen.
- Rollenbezogene Vertiefung: Wenn bestimmte Rollen KI regelmäßig einsetzen, üben sie mit ihren eigenen Aufgaben und passenden Beispielen.
- Vorkenntnisse trennen: Befragen Sie Teilnehmende vorab zu genutzten Tools und bisherigen Aufgaben. So verbringen Erfahrene nicht den gesamten Workshop mit Grundlagen, während Einsteiger mit Übungen überfordert sind.
Die Entscheidung muss nicht „alle oder wenige“ lauten: Ein gemeinsamer Einstieg und anschließende Praxisgruppen können unterschiedliche Bedarfe abdecken. Wenn noch unklar ist, welche Aufgaben überhaupt geeignet sind, sollte zunächst der Anwendungsfall abgegrenzt werden. Das ist eine Frage für KI- und Prozessberatung, nicht für die Zusage eines Schulungsergebnisses.
Schritt 2: Für jede Gruppe ein prüfbares Lernziel formulieren
Ein Lernziel wie „KI besser verstehen“ hilft beim Einkauf wenig. Beschreiben Sie stattdessen, was Teilnehmende nach dem Workshop an einer eigenen Aufgabe tun sollen und woran Sie ein brauchbares Ergebnis erkennen. Für den angenommenen Kundenservice könnte das heißen: Aus einer zulässigen, vorbereiteten Beispielanfrage einen Antwortentwurf erstellen, fehlende Angaben erkennen und den Entwurf vor einer Nutzung fachlich prüfen. Im Vertrieb könnte die Übung eine strukturierte Nachbereitung sein – nicht die ungeprüfte Übernahme eines erzeugten Textes.

- Aufgabe wählen: Nehmen Sie einen wiederkehrenden Arbeitsschritt, der innerhalb des Formats bearbeitbar ist.
- Material freigeben: Klären Sie intern, welche Tools und Übungsdaten verwendet werden dürfen. Bereiten Sie bei Bedarf bereinigte Beispiele vor.
- Ergebnis beschreiben: Halten Sie fest, welche Angaben enthalten sein müssen und welche Fehler Teilnehmende erkennen sollen.
- Übung durchführen: Lassen Sie die Gruppe den Arbeitsschritt mit den vorgesehenen Tools selbst bearbeiten.
- Ergebnis prüfen: Besprechen Sie anhand der vorher festgelegten Kriterien, was brauchbar ist und wo menschliche Prüfung nötig bleibt.
Fragen Sie beim Angebot für eine KI-Schulung mit eigenen Tools und Aufgaben konkret nach der Vorbereitung der Übungen und der Ergebnisprüfung. Datenschutz gehört ebenfalls in die Planung: Die Leistung KI und Datenschutz im Team ist ein eigener Schwerpunkt. Eine Schulung ersetzt weder interne Freigaben noch eine rechtliche Bewertung Ihres konkreten Einsatzes.
Hinweis: Welche Tools, Daten und Arbeitsergebnisse im Unternehmen zulässig sind, muss für den jeweiligen Einsatz geprüft werden (Stand: November 2026). Dieser Artikel ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung.
Schritt 3: Format, Gruppengröße und Kosten passend zum Ziel vergleichen
Erst wenn Teilnehmerkreis und Lernziele feststehen, lässt sich ein KI-Workshop für Ihr Unternehmen sinnvoll vergleichen. Remoteplatz bietet eine Impuls-Session mit 2 Stunden, einen Halbtages-Workshop mit 4 Stunden und einen Ganztages-Workshop mit 8 Stunden an; Inhalte können standardisiert oder mit Tools und Aufgaben Ihres Unternehmens individuell gestaltet werden. Ein kurzer Impuls eignet sich eher zur gemeinsamen Orientierung. Wenn Teilnehmende eigene Aufgaben bearbeiten und Ergebnisse besprechen sollen, planen Sie dafür ausreichend Praxiszeit ein.
Bei KI-Workshops beträgt der freigegebene Satz 110 € pro Stunde netto zuzüglich 2 Stunden pauschaler Vorbereitung und Anpassung; pro Gruppe sind bis zu 15 Teilnehmende vorgesehen. Daneben gibt es einen Inhouse-KI-Praxisworkshop für 790 € Festpreis netto: 4 Stunden für bis zu 8 Teilnehmende, einschließlich Vorbereitung, Prompt-Vorlagen und Schulungsmaterial. Alle genannten Preise verstehen sich zuzüglich gesetzlicher Mehrwertsteuer. Prüfen Sie die jeweils veröffentlichten Angaben auch auf der Preisseite.
Die Formate sind nicht allein nach dem Gesamtpreis vergleichbar: Die zulässige Gruppengröße und die beschriebenen Bestandteile unterscheiden sich. Wenn Vertrieb, Kundenservice und Operations verschiedene Übungen brauchen, fragen Sie nach getrennten Gruppen und einem Angebot, das Vorbereitung, Inhalte und Ergebnisprüfung je Gruppe ausweist. Wie eine Zusammenarbeit grundsätzlich angestoßen wird, zeigt die Seite zum Vorgehen. Planen Sie zusätzlich interne Zeit für Aufgabenauswahl, Materialfreigabe und die Teilnahme der zuständigen Prüfer ein; dafür wird hier kein Betrag unterstellt.
Stolperfallen, die Sie vermeiden sollten
- Alle gleich schulen: Ein einheitlicher Praxisteil ohne gemeinsame Aufgabe lässt die einen warten und die anderen nicht mitkommen.
- Nur nach Interesse einladen: Freiwilliges Interesse zeigt nicht, wer eine Anwendung künftig verantwortet oder Ergebnisse prüfen muss.
- Tools voraussetzen: Ohne geklärte Zugänge und zulässiges Übungsmaterial bleibt der Praxisteil unverbindlich.
- Teilnahme mit Können verwechseln: Eine Anwesenheitsliste zeigt nicht, ob Mitarbeitende ein Ergebnis beurteilen können. Vereinbaren Sie eine kurze praktische Ergebnisprüfung.
- Formate nur nach Stundenpreis wählen: Vergleichen Sie auch Gruppengröße, Vorbereitung und enthaltene Materialien.
Häufige Fragen
Sollten auch Mitarbeitende ohne regelmäßige KI-Nutzung teilnehmen?
Nur wenn für sie ein konkretes Lernziel besteht, etwa eine gemeinsame Orientierung für gelegentliche Nutzung oder die Prüfung von Ergebnissen. Sie benötigen nicht automatisch dieselbe praktische Vertiefung wie Rollen mit täglicher Anwendung.
Wann sind getrennte Gruppen sinnvoll?
Wenn Aufgaben, Vorkenntnisse oder benötigte Übungen deutlich auseinanderliegen. Entscheidend ist, ob alle Teilnehmenden im selben Workshop sinnvoll an einem passenden Ergebnis arbeiten können.
Woran erkennen wir nach dem Workshop, ob er etwas gebracht hat?
Vergleichen Sie die Arbeit an einer vereinbarten Beispielaufgabe mit den zuvor festgelegten Kriterien: Ist das Ergebnis verwendbar, und erkennt die Person fehlende Angaben oder Fehler? Daraus ergeben sich gegebenenfalls weitere Übungsbedarfe – keine automatische Freigabe für jeden künftigen Einsatz.
Fazit
Legen Sie den Umfang einer KI-Schulung anhand von Aufgaben, Nutzungshäufigkeit und Vorkenntnissen fest. Eine gemeinsame Grundlage kann viele erreichen; rollenbezogene Praxisgruppen sollten ein überprüfbares Arbeitsergebnis haben. Die KI-Workshops und Schulungen von Remoteplatz können mit eigenen Tools und Aufgaben geplant werden. Wenn Sie Teilnehmerkreis, Übungen und Format für Ihr Team abgleichen möchten, fragen Sie einen Team-Workshop an.
Beschreiben Sie die betroffenen Rollen, ihre Vorkenntnisse und mögliche Übungsaufgaben. So lässt sich besprechen, ob ein gemeinsamer Einstieg oder getrennte Praxisgruppen besser passen. Team-Workshop anfragen